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Neue Szenen IV

Ein Opern-Triptychon

Der Marianengraben ist der tiefste Punkt der Erde, unzugängliche „Terra incognita“, bietet Gelegenheit, tief zu tauchen, ist Chiffre für die Weiten des Meeres und ein Ort, an dem Wale leben. Er ist fast 2.500 Kilometer lang und bis zu 11.000 Meter tief. Am Grund des Marianengrabens herrscht ein Wasserdruck von über 1000 bar – der Wasserdruck in zehn Meter Tiefe beträgt circa ein bar, ebenso der Luftdruck an der Erdoberfläche. Nur drei Menschen sind bislang überhaut in die Tiefen des Marianengrabens vorgedrungen. Und bis heute ist die Tiefsee kaum erforscht – wenngleich selbst hier der Mensch bereits seine Spuren in Form von Umweltgiften hinterlassen hat.

Für die drei Preisträger des internationalen Wettbewerbs NEUE SZENEN IV, Feliz Anne Reyes Macahis, Sven Daigger und Josep Planells Schiaffino, ist der Marianengraben Ausgangspunkt und Inspirationsquelle ihrer Arbeit an drei neuen Musiktheaterwerken. Diese entstehen gemeinsam mit den Librettistinnen Uta Bierbaum, Deborah Kötting und Fanny Sorgo und kommen als gemeinsame Produktion der Deutschen Oper Berlin mit der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ in der Tischlerei zur Uraufführung – gespielt, gesungen und inszeniert von Studierenden der Hochschule. Nunmehr zum vierten Mal setzen damit Oper und Hochschule ihre erfolgreiche Kooperation im Rahmen der NEUEN SZENEN fort und schaffen ein professionelles Forum und zugleich einen Experimentierraum für ein aufregend neues, junges, zeitgenössisches Musiktheater.

Werkinfo:
Aufbruch
Eine Kammeroper von Josep Planells Schiaffino mit einem Libretto von Debo Kötting und in einer Inszenierung von Selina Thüring

Am Grund gibt's keinen Grund mehr nach dem Grund zu fragen
Eine Kammeroper von Sven Daigger mit einem Libretto von Fanny Sorgo und in einer Inszenierung von Anna-Sophie Weber

Eurydike. Anbaden im Marianengraben
Eine Kammeroper von Feliz Anne Reyes Macahis mit einem Libretto von Uta Bierbaum und in einer Inszenierung von Johanna Frech

Uraufführung des Triptychons am 11. April 2019 in der Tischlerei der Deutschen Oper Berlin; Ein Auftragswerke der Deutschen Oper Berlin