BEGIN:VCALENDAR
VERSION:2.0
PRODID:www.oper-in-berlin.de
X-PUBLISHED-TTL:P1W
BEGIN:VEVENT
UID:6a0b57ea5b7bd
DTSTART:20261124T190000
SEQUENCE:0
TRANSP:OPAQUE
DTEND:20261124T210000
LOCATION:Staatsoper Unter den Linden\, Berlin
SUMMARY:L’incoronazione di Poppea
CLASS:PUBLIC
DESCRIPTION:Für seine letzte Oper griff Claudio Monteverdi 1642 erstmals a
 uf einen Stoff mit historisch belegten Figuren zurück und schuf damit die
  erste „Sex-and-Crime-Story“ der Operngeschichte. Wie ein Politthrill
 er erzählt das frühbarocke Meisterwerk von Macht und Liebesleidenschaft 
 sowie von ihren Missbrauchsmöglichkeiten.\n\nPoppea Sabina\, die schönst
 e Frau Roms\, will nichts Geringeres als die Kaiserin an der Seite von Kai
 ser Nerone werden. So wendet sie all ihre Verführungskraft dazu auf\, Ner
 one zur Verstoßung seiner Ehefrau Ottavia zu überreden. Als der kaiserli
 che Philosoph Seneca sich dem entgegenstellt\, muss er dafür mit dem Tod 
 bezahlen. Ottavia stiftet derweil den von Poppea verschmähten und betroge
 nen Ottone dazu an\, die machthungrige Nebenbuhlerin zu ermorden. Der Ansc
 hlag kann jedoch vereitelt werden: Ottavia wird verstoßen und Poppea ist 
 am Ziel ihrer Pläne\, Wünsche und Träume.\n\nMonteverdi und sein Libret
 tist Busenello demonstrieren am Ende ihrer Oper ihre durchaus bittere Welt
 sicht: Keiner ihrer Akteure ist frei von Makel. Letztlich lassen die Autor
 en diejenigen triumphieren\, die am skrupellosesten handeln. Monteverdi ge
 lingt dabei das Kunststück\, seine teils karikaturhaft gezeichneten\, kla
 nglich sehr differenziert charakterisierten Figuren zwar gelegentlich humo
 rvoll bloßzustellen\, andererseits aber auch immer wieder Empathie für s
 ie zu erzeugen. Äußerst expressiv\, mit sinnlichen Melodien und kühnen 
 Harmonien verführt seine verblüffend avantgardistische Musik dazu\, mit 
 den Ehebrechern mitzufiebern – trotz ihres skandalösen Verhaltens.
DTSTAMP:20260518T181818Z
END:VEVENT
END:VCALENDAR