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LOCATION:Deutsche Oper Berlin\, Berlin
SUMMARY:Madama Butterfly
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DESCRIPTION:Mit dieser Oper schuf Puccini sein wohl eindringlichstes Bühne
 nwerk. Tragisch ist nicht allein die Illusion der großen Liebe\, der die 
 15-jährige Cio-Cio San erliegt\, tragisch ist auch deren elementares Gef
 ühl der Einsamkeit: Von den Japanern ausgestoßen\, weil sie Amerikanerin
  sein will\, wird sie auch von den Amerikanern nicht als ihresgleichen akz
 eptiert … Dirigent: Stephan Zilias / Friedrich Praetorius\; Regie: Pier 
 Luigi Samaritani\; Mit Carmen Giannattasio / Asmik Grigorian / Elena Stikh
 ina\, Attilio Glaser / Dmytro Popov / Andrei Danilov\, Thomas Lehman / Joe
 l Allison / Germán Olvera u.a.\nZum StückDer amerikanische Leutnant Pink
 erton ist mit seinem Schiff im Hafen von Nagasaki vor Anker gegangen. Um s
 ich die Zeit zu vertreiben\, hat er der erst 15-jährigen Geisha Cio-Cio-S
 an\, genannt Butterfly\, den Hof gemacht\, die einer vornehmen\, aber vera
 rmten Familie entstammt und ihre Liebe sehr ernst nimmt. Pinkerton will mi
 t ihr eine „Ehe auf Zeit“ – damals zwischen europäischen Männern u
 nd Geishas nicht unüblich – eingehen und sucht sogar\, unterstützt von
  dem Heiratsvermittler Goro\, ein kleines Haus für die gemeinsamen Flitte
 rwochen aus. Als der amerikanische Konsul Sharpless ihn warnt\, macht er s
 ich über seinen Freund lustig und stößt sogar auf den Tag an\, an dem e
 r mit einer Amerikanerin seine „echte“ Hochzeit feiern werde. \n\nFür
  die junge Japanerin\, die aus Liebe sogar zum Glauben ihres Geliebten üb
 ergetreten ist\, hat die Verbindung mit dem Ausländer schmerzhafte Konseq
 uenzen: Sie wird von ihrer Familie verstoßen\, nachdem die Trauung vollzo
 gen ist. Nur schwer gelingt es Pinkerton\, seinen „Schmetterling“ zu t
 rösten. \n\nDrei Jahre sind vergangen. Mit ihrer treuen Dienerin Suzuki u
 nd ihrem kleinen Kind führt Cio-Cio-San ein Leben in Abgeschiedenheit. Al
 le Versuche des Fürsten Yamadori\, sie um ihre Hand zu bitten\, weist sie
  ab\, da sie unbeirrt an die Rückkehr Pinkertons glaubt. Als Sharpless en
 dlich mit einer Nachricht Pinkertons kommt\, in dem dieser ihn bittet\, si
 e auf seine bevorstehende Rückkehr nach Nagasaki und seine inzwischen erf
 olgte Heirat mit der Amerikanerin Kate vorzubereiten\, stellt er erschütt
 ert fest\, dass sie ein Kind hat. Er wagt es nicht\, seinen Auftrag auszuf
 ühren und berichtet ihr nur von Pinkertons Ankunft. Cio-Cio-San ist glüc
 klich. Gemeinsam mit Suzuki schmückt sie ihr Haus\, legt ihr Hochzeitskle
 id an und erwartet ihren Geliebten. Als Pinkerton mit seiner Frau Kate und
  dem Konsul vor der Tür steht\, erfährt Suzuki die ganze Wahrheit. Sie s
 oll Butterfly überreden\, ihr Kind herzugeben. Pinkerton will ihr nicht p
 ersönlich gegenübertreten und läuft davon. Butterfly erblickt die fremd
 e Frau\, und plötzlich wird ihr klar: Pinkerton ist nicht gekommen\, um z
 u ihr zurückzukehren\, sondern um das Kind mitzunehmen. Sie bittet um ein
 e halbe Stunde Aufschub und verabschiedet sich von ihrem kleinen Sohn. Dan
 n setzt sie ihrem Leben ein Ende.\n\n„Es gibt Gegensätze im Theater: In
 teresse wecken\, Überraschen und Rühren. Was habe ich mit Helden und uns
 terblichen Gestalten zu schaffen? In solcher Umgebung behagt es mir nicht.
  Ich bin nicht der Musiker der großen Dinge\, ich empfinde die kleinen Di
 nge\, und nur sie liebe ich zu behandeln. So gefiel mir Manon\, weil sie e
 in Mädchen war von Herz und nichts darüber … Und so hat mir auch Butte
 rfly gefallen\, weil sie so ein klares\, weibliches Ding ist\, das aber zu
  lieben versteht bis zum Tode“. Puccini hat MADAMA BUTTERFLY zeitlebens 
 als sein liebstes und auch bestes Werk bezeichnet. Tatsächlich entspricht
  es seiner selbstgewählten Maxime der „Musik der kleinen Dinge“ gerad
 ezu meisterhaft. Feinziselierte musikalische Details\, eine berückende Me
 lodik in der Stimmführung\, unaufdringlich eingefügte exotische Elemente
  und eine sensible Mischung der Klangfarben im Orchester haben das Werk ni
 cht nur beim Publikum unsterblich gemacht\, sondern es auch vielen Komponi
 sten der nachfolgenden Generationen – wie übrigens auch die anderen Ope
 rn Puccinis – zum Vorbild werden lassen.\n\nZur InszenierungDie Inszenie
 rung der Deutschen Oper Berlin stellt die Tragödie der jungen Frau\, die 
 ihrer Liebe\, auch wenn sie für alle anderen aussichtslos scheint\, treu 
 bleibt\, in den Mittelpunkt. In der stimmungsvollen\, niemals folkloristis
 ch wirkenden Bühnenausstattung entfaltet sich der Zauber dieses Werkes ga
 nz besonders eindrucksvoll.
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