BEGIN:VCALENDAR
VERSION:2.0
PRODID:www.oper-in-berlin.de
X-PUBLISHED-TTL:P1W
BEGIN:VEVENT
UID:69d8cea8604c8
DTSTART:20251031T193000
SEQUENCE:0
TRANSP:OPAQUE
DTEND:20251031T213000
LOCATION:Deutsche Oper Berlin\, Berlin
SUMMARY:Francesca da Rimini
CLASS:PUBLIC
DESCRIPTION:Francesca begegnet uns als Betrogene\, die gegen Machtinteresse
 n aufbegehrt\, indem sie ihre glühende Liebe auslebt. Zandonais Oper schw
 elgt zwischen zügellosem Begehren und rauschhafter Gewalt\, bedient sich 
 des Farbenreichtums des Impressionismus wie der Direktheit des Verismo\, u
 m die Figuren zu charakterisieren … Dirigent: Iván López-Reynoso\, Reg
 ie: Christof Loy\; Mit Sara Jakubiak\, Ivan Inverardi\, Rodrigo Porras Gar
 ulo\, Thomas Cilluffo u. a.\nZum StückEr sollte um 1910 der neue Stern am
  italienischen Opernhimmel werden: Mit dem 1883 geborenen Riccardo Zandona
 i plante der Verleger Tito Ricordi eine ähnliche Erfolgsgeschichte wie ei
 ne Generation früher Giulio Ricordi mit dem jungen Puccini und scheute da
 für keine Kosten und Mühen. Tito Ricordi erwarb für eine neue Oper Zand
 onais die exorbitant teuren Rechte an einem der Skandalstücke der Zeit: G
 abriele D’Annunzios fünfaktiges Drama „Francesca da Rimini“\, das m
 it blutigen Szenen in Bürgerkriegszeiten\, grausamen Leidenschaften und e
 inem in flagranti erwischtem ehebrecherischem Paar für Aufregung bei Publ
 ikum und Presse sorgte. Für die Künstler der Zeit wurde D’Annunzios 
 „Poem aus Blut und Wollust“ mit seiner Ästhetik des Fin de Siècle zu
 r Attraktion. Der 31jährige Riccardo Zandonai sah in dem Drama die Chance
  zu einer großdimensionierten Oper\, für grelle Farbwechsel und eine mus
 ikalische Sprache\, die unterschiedlichste Stile und Zeiten amalgamiert: z
 wischen italienischer Belcanto-Tradition\, Reminiszenzen an die Madrigale 
 der Renaissance\, der Härte des Verismo\, präfaschistischen Marschrhythm
 en\, Wagners TRISTAN als Vorbild und dem französischen Impressionismus ei
 nes Debussy findet Zandonai einen ganz eigenen Weg eines europäischen Mus
 iktheaters. \n\nIm Zentrum der Handlung stehen gleich drei Brüder\, die s
 ich in dieselbe Frau verlieben: Francesca aus dem Haus der Polenta in Rave
 nna wird von ihrer Familie aus strategischen Gründen an das Haus Malatest
 a in Rimini verheiratet. Doch der auserkorene Bräutigam Giovanni\, alt un
 d unansehnlich\, wagt die Brautwerbung nicht selbst und schickt seinen att
 raktiven Bruder Paolo vor. Diese Täuschung nicht ahnend\, verliebt sich F
 rancesca in Paolo und unterschreibt den Ehevertrag. Im Haus Malatesta lebt
  sie fortan an der Seite eines ungeliebten Mannes und stürzt sich in eine
  leidenschaftliche Beziehung zu Paolo. Francesca erscheint als Opfer und T
 äterin zugleich\, als todessehnsüchtig Liebende und machtvolle Verführe
 rin\, der auch noch der dritte Bruder des Hauses erliegt. Das gesamte Pote
 ntial dieser Frauenfigur entfaltet sich als widersprüchlicher und komplex
 er Charakter „zwischen Rosen und Gewaltfantasien“ (Christof Loy)\, zwi
 schen Hingabe und zerstörerischen erotischen Kräften in einer grausamen 
 und intriganten Männerwelt.\n\nZur InszenierungChristof Loy zählt zu den
  international gefragtesten Opern- und Schauspielregisseuren seiner Genera
 tion. Die Regiearbeit von Janáčeks JENŮFA an der Deutschen Oper Berlin 
 gewann als DVD-Aufnahme den 2. Platz in der Kategorie „Best Oper Recordi
 ng“ bei den Grammy Awards. 2018 inszenierte er mit Erich Wolfgang Korngo
 lds DAS WUNDER DER HELIANE eine erste Oper in einer Reihe von unbekannten 
 Werken des 20. Jahrhunderts\, die eine starke Frauenfigur ins Zentrum stel
 len. DAS WUNDER DER HELIANE wurde als „Wiederentdeckung des Jahres 2018
 “ von der Zeitschrift „Opernwelt“ ausgezeichnet und in der Einspielu
 ng des Labels Naxos als beste DVD-Aufnahme mit dem OPUS KLASSIK gewürdigt
 . Es folgten mit FRANCESCA DA RIMINI und DER SCHATZGRÄBER von Franz Schre
 ker zwei weitere gefeierte Ausgrabungen.
DTSTAMP:20260410T101920Z
END:VEVENT
END:VCALENDAR