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LOCATION:Deutsche Oper Berlin\, Berlin
SUMMARY:Satisfactionaction
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DESCRIPTION:In dieser Musiktheaterinstallation entsteht ein Raum\, in dem B
 efriedigung immersiv erlebbar und gemeinschaftlich zelebriert wird und in 
 dem das Publikum multisensorisch auf seine Kosten kommen wird. Aber kann m
 it dieser ehrlich eskapistischen Gemeinschaftserfahrung wirklich ein Gegen
 gewicht zum Dauergefühl von Krise und Überforderung hergestellt werden?\
 nEs ist eine kollektive mediale Meditation: Farbiger Schaum wird behutsam 
 in Scheiben geschnitten\, ein schmutziger Teppich aufwendig gereinigt\, ei
 ne Hydraulikpresse zerdrückt allerlei Gegenstände. Das Unnütze\, die ab
 surde Wiederholung\, das „Alles-passt“ wird als extrem befriedigend wa
 hrgenommen und steht im Gegensatz zu einer zunehmend komplexen Realität. 
 „Oddly Satisfying“ heißt dieses Internetphänomen mit millionenfach a
 bgerufenen Videos auf den verschiedensten Plattformen\, das zum Thema der 
 Musiktheaterinstallation SATISFACTIONACTION wird. Schließlich kennen die 
 meisten dieses Gefühl unerwarteter Wohligkeit bei alltäglichen Handlunge
 n\, wenn plötzlich alles zusammenpasst\, der Kofferraum perfekt gepackt\,
  die Zugverbindung auf die Minute erwischt\, der Pickel erfolgreich ausged
 rückt ist. Welche Mechanismen rufen dieses Gefühl der Befriedigung hervo
 r und was sind wir bereit\, dafür zu tun\, sie herzustellen? Funktioniere
 n sie nur auf der unschuldigen neuronalen Ebene oder haben sie auch eine s
 oziale Dimension von Norm\, Gelingen und Scheitern\, Zugehörigkeit und Au
 sgrenzung? Und erfüllt nicht auch Schadenfreude über das Missgeschick de
 s nervigen Kollegen oder die Zugehörigkeit zu einer Gruppe\, die eine Aus
 grenzung anderer impliziert\, ebenfalls dieses Bedürfnis?\n\nIn SATISFACT
 IONACTION entsteht ein Raum\, in dem Befriedigung immersiv erlebbar und ge
 meinschaftlich zelebriert wird und in dem das Publikum multisensorisch auf
  seine Kosten kommen wird. Zugleich wird aber auch die Frage aufgeworfen\,
  ob mit einem ehrlich eskapistischen Gemeinschafts-Moment ein Gegengewicht
  zum Dauergefühl von Krise und Überforderung hergestellt werden kann. Is
 t gemeinschaftliche Befriedigung lediglich Flucht vor der brennenden Welt\
 , oder eröffnet sie auch Räume\, in denen sich Realität neu verhandeln 
 lässt?\n\nSpotlightDer Komponist Max Andrzejewski verbindet zeitgenössis
 che Musik mit Einflüssen aus Minimal und experimentellem Jazz und spielt 
 zudem als aus der improvisierten Musik kommender Schlagzeuger mit im achtk
 öpfigen Ensemble von SATISFACTIONACTION. Dieses besteht aus Mitgliedern d
 es Solistenensembles Kaleidoskop sowie weiteren\, eng mit Andrzejewski kü
 nstlerisch verbundenen Musiker*innen. Gemeinsam mit den Sänger*innen des 
 Chores Vocantare und in der Choreographie von Sylvana Seddig bewegen alle 
 Beteiligten sich auch szenisch in der Raum- und Videoinstallation des Kün
 stlers Lukas Zerbst und eine Gesamtkomposition entsteht\, die sich aus ver
 schiedenen\, sich überlagernden und in Zeit und Raum umeinander driftende
 n Ebenen in Konstellationen gleitet\, die die Hintergründe unseres Erfül
 lungsbedürfnisses erfahrbar macht und reflektiert.
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