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LOCATION:Deutsche Oper Berlin\, Berlin
SUMMARY:Don Carlo
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DESCRIPTION:Eine der großen politischen Opern Verdis\, die sich vollkommen
  auf die individuellen Schicksale der handelnden Personen konzentriert\, a
 uf ihr Lieben\, ihre Leidenschaften\, auf Begehren und Enttäuschung. Die 
 strenge Inszenierung Marco Arturo Marellis vertieft diese Konflikte noch i
 n ihrem bildmächtigen\, an das Escorial gemahnende Bühnenbild … Dirige
 nt: Juraj Valčuha / Friedrich Praetorius\; Regie: Marco Arturo Marelli\; 
 Mit Liang Li / Roberto Tagliavini\, Valentyn Dytiuk\, Andrè Schuen / Davi
 de Luciano\, Christina Nilsson / Maria Motolygina\, Karis Tucker u. a.\nZu
 m StückMan weiß\, dass Giuseppe Verdi sich als kritischer Geist nicht nu
 r mit den Zeitläuften seiner Epoche herumgeplagt hat\, sondern sehr wohl 
 auch dem eigenen Schaffen mit stetig überarbeitungsbereiter Skepsis begeg
 net ist.\n\nKeine andere seiner Opern hat er so häufig redigiert\, gekür
 zt\, umgestellt und neugefasst wie ausgerechnet diejenige\, die durch ihr 
 engmaschiges Gewirk aus politischen\, religiösen und gesellschaftlichen Z
 wängen am ehesten an die Unausweichlichkeiten des griechischen Dramas her
 anreicht und damit seine düsterste geworden ist: DON CARLO. \n\nFast zwan
 zig Jahre liegen zwischen dem Kompositionsbeginn 1865 und der Mailänder A
 ufführung jener vieraktigen Fassung\, die heute die meistgespielte ist. V
 erdi plagte sich dabei nicht nur mit den beiden Sprachen und ihren so vers
 chiedenen Ausdrucksgestus\, sondern versuchte auch immer wieder durch Kür
 zungen und Umstellungen zum optimalen Ergebnis zu gelangen. So bringt es d
 ie Schillers Drama in weiten Teilen getreue Oper auf nicht weniger als sie
 ben Versionen.\n\nDas Licht der Vernunft freilich sieht man in keiner aufs
 cheinen. Gefangene ihrer Zwänge\, Gefangene in selbstangelegten Zügeln\,
  Gefangene aber vor allen Dingen einer stets tödlich drohenden geistliche
 n Macht\, der selbst die weltliche Herrschaft nicht gewachsen ist – die 
 Ausweglosigkeit menschlicher Verstrickungen in diesem Netzwerk des Terrors
  bringt Verdi elementar auf den Punkt: Freiheit verspricht allenfalls der 
 Tod.\n\nZur InszenierungMarco Arturo Marelli bringt Verdis epischen Opernk
 lassiker bildgewaltig auf die Bühne. Dabei wird der Kampf um Freiheit und
  Unabhängigkeit unter der Herrschaft des absolutistischen Königs Philipp
 s II. als zentrales Thema herausgearbeitet. Stets präsent verbirgt sich h
 inter allem die unerschütterliche Macht der Kirche\, die in die Grundfest
 en dieser Gesellschaft eingemeißelt ist. In Verkörperung der Inquisition
  macht sie mit allem kurzen Prozess\, das ihr gefährlich werden könnte\,
  indem es die bestehenden Verhältnisse ins Wanken zu bringen versucht.
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