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LOCATION:Deutsche Oper Berlin\, Berlin
SUMMARY:Sunville
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DESCRIPTION:«The sea is a wild animal…»\nÜberlebende des Meeres\, Gefl
 üchtete\, Exilierte\, kommen auf einer Insel zusammen. Aus dem Nichts err
 ichten sie eine neue Gesellschaft\, ohne die alten Regeln von Herkunft\, v
 on Macht. Kann es das geben\, eine Gemeinschaft\, die auf Liebe gründet? 
 Gastgeber des Abends sind zwei intergalaktische Kollaborateure: Sun Ra\, V
 ordenker des Afrofuturismus als Antwort auf den omnipräsenten Rassismus\,
  und Karlheinz Stockhausen\, welcher der Enge der Kunstwelt entfliehen wol
 lte. Beide sind fasziniert von interplanetarischen Vibrationen\, lesen in 
 den 70ern das gleiche spirituelle Buch über die Liebe und drehen den Kosm
 os frei.\n\n«The truth about the planet earth is a bad truth»\, singt Su
 n Ra 1972. Als Fluchtpunkt wählt er die Musik – und\, mit etwas Ironie\
 , das All. Im Afrofuturismus geht es «um Widerstand durch Imagination» (
 Adyam Tesfamariam) – dieser Spur folgt der Abend und sucht nach neuen An
 tworten. Der kongolesische Autor Fiston Mwanza Mujila nimmt uns mit in die
  «Second World» – eine Zone\, in der afrikanische Kosmologien\, Black 
 Science-Fiction und beißende Satire kollidieren. Manchmal hilft es nur\, 
 in Gelächter auszubrechen\, bevor wir weiter träumen können.\n\nSofia J
 ernbergs Musik ist Resonanzraum und Gegenrede zugleich: Zeitgenössische K
 omposition trifft auf spirituellen Jazz\, Improvisation auf Griyo-Traditio
 n. Beide – Jernberg und Mujila – sind auf der Bühne\, als Sängerin u
 nd Storyteller\, mit dabei. In Stephanie Thierschs Choreografie wird der R
 aum zum fluiden Körper\, Sprache\, Klang und Bewegung vibrieren in perman
 enter Spannung.\n\nWas ist wahr\, was Fiktion? Was Vergangenheit\, was Zuk
 unft? Sunville taucht in eine ungewisse Unterwasserwelt der Fantasie – u
 nd stellt die scheinbar einfache Frage: Wie wollen wir leben?
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