BEGIN:VCALENDAR
VERSION:2.0
PRODID:www.oper-in-berlin.de
X-PUBLISHED-TTL:P1W
BEGIN:VEVENT
UID:69dcd3f1bea8f
DTSTART:20260227T193000
SEQUENCE:0
TRANSP:OPAQUE
DTEND:20260227T213000
LOCATION:Deutsche Oper Berlin\, Berlin
SUMMARY:Elektra
CLASS:PUBLIC
DESCRIPTION:Im permanenten Erinnern an die Ermordung des Vaters tyrannisier
 t Elektra das Leben am Hof und gerät in einen wahren Rache-Rausch. Um sei
 ner Oper die Wucht der attischen Tragödie zu verleihen\, schöpfte Straus
 s die Möglichkeiten des Orchesters bis ins Extreme aus und fordert von se
 iner Heldin nicht weniger als das Maximum an Dramatik … Dirigent: David 
 Afkham\, Regie: Kirsten Harms\, Mit Karita Mattila\, Catherine Foster\, Fl
 urina Stucki\, Tobias Kehrer u. a.\nIn einem Hinterhofschacht des mykenisc
 hen Hinterhofpalastes äußern sich Mägde verächtlich über Elektra\; si
 e kann die Ermordung des Vaters Agamemnon nicht verwinden\, Rache ist ihr 
 einziges Verlangen. Nur die Jüngste der Mägde zeigt Mitleid mit ihr und 
 wird deshalb gestraft. Elektra sehnt den Augenblick der Rache herbei\, die
  nach ihrer festen Überzeugung von ihrem in der Ferne aufgewachsenen Brud
 er Orest vollzogen werden wird. Ihre Schwester Chrysothemis kann das Dasei
 n Elektras kaum ertragen und versucht\, sie vor der Mutter zu schützen\, 
 die etwas Schreckliches vorhabe. Sie will mit ihr diesen furchtbaren Ort v
 erlassen\, um in Freiheit zu leben. Klytämnestra\, ihre Mutter\, ist seit
  der Ermordung ihres Gatten gequält von Albträumen und fragt ihre Tochte
 r Elektra um Abhilfe. Während des Gesprächs scheint eine Annäherung zwi
 schen den beiden Frauen möglich\; doch als Klytämnestra die Tochter offe
 nsichtlich mit Bezug auf den Verbleib ihres Sohnes Orest belügt\, bricht 
 Elektras Hass wieder auf. Die zweideutige Antwort auf die Frage Klytämnes
 tras nach dem Mittel gegen die quälenden Ängste: Sie werde nicht länger
  träumen\, wenn erst das rechte Opfertier unter dem Beil gefallen sei. Zw
 ei Fremde sind gekommen\, um den Tod von Elektras Bruder Orest zu melden. 
 Elektra will schließlich die Tat gemeinsam mit Chrysothemis begehen. Doch
  die sieht sich dazu nicht in der Lage. Entschlossen zur Rache entscheidet
  Elektra: „Nun denn\, allein!“ Einer der Fremden nähert sich ihr\; be
 stürzt über Elektras körperlich-seelischen Zustand gibt er sich zu erke
 nnen: Orest. Er schreitet zur Tat – von innen dringen die Todesschreie K
 lytämnestras nach außen Anschließend lockt Elektra Aegisth in den Palas
 t\,wo auch er von Orest umgebracht wird. Agamemnon ist gerächt. Dennoch v
 erharrt Elektra unerlöst im Palast und tanzt sich zu Tode.\n\n„Bei alle
 n Ausmaßen der Partitur ist ELEKTRA ein Kammerspiel. Es geht mir nicht um
  das Entwerfen von Schreckensbildern\, sondern um die Fühlbarmachung des 
 Horror vacui\, in dem Menschen leben. Die Grenze zwischen Passion und Obse
 ssion ist gefährlich fließend. Das erleben wir jeden Tag in der Weltpoli
 tik und im Alltag. An Elektra berührt mich die Unfähigkeit zu trauern. S
 ie hat sich die Trauer verboten und ihr Leben so gestaltet\, dass keine Tr
 auerarbeit mehr stattfinden kann. Tiefe und existenzielle Gefühle wie Sch
 merz brauchen ein Ventil. Wer trauern kann\, muss nicht hassen. Das Ersch
 ütternde an ELEKTRA ist\, welche verheerenden Ausmaße unhinterfragbare V
 erhaltensmuster annehmen können. Chrysothemis weiß um den Ausweg aus der
  Gewaltspirale\, doch sie kann sich nicht gegen ihre Schwester durchsetzen
  und sie aus ihrer mentalen Gefangenschaft befreien. Während sich Elektra
  am Schluss in Spiegelwesen ihres verwüsteten Inneren spaltet\, und sich 
 ihre Persönlichkeit in einem Pandämonium eskalierender Emotionen verlier
 t\, bleibt Chrysothemis als einzige Überlebende der Sippe inmitten eines 
 unentrinnbaren Palastes voll Phantomen zurück…“ (Kirsten Harms\, 2007
 )
DTSTAMP:20260413T113057Z
END:VEVENT
END:VCALENDAR