Antikrist
Do, 27. Mai 2027, 19:30
Oper von Rued Langgaard
Der Überraschungserfolg der Deutschen Oper Berlin seit einigen Spielzeiten: Knapp zehn Jahre vor dem Zweiten Weltkrieg vollendet, beschwört die einzige Oper des dänischen Komponisten Rued Langgaard orakelhaft eine nahende Apokalypse. Antikrist bildet einen Solitär der Musikgeschichte, in dem sich kaleidoskopartig machtvolle Klänge mit einer enigmatischen Sprache verbinden. Erst 1999 szenisch uraufgeführt, fast 50 Jahre nach dem Tod seines Schöpfers, ist das Werk eine absolute Rarität auf den internationalen Opernspielplänen. Ersan Mondtags Inszenierung bringt Antikrist in nie dagewesener Pracht auf die Bühne. Der Regisseur und interdisziplinäre Ausnahmekünstler wurde vielfach ausgezeichnet für seine monumentalen Arbeiten und seine imponierende Gestaltungskraft; in dieser Inszenierung lässt er Horrorgestalten zwischen popkulturellen Referenzen auftreten und von infernalen Choreografien umtanzen. Langgaards Endzeit-Mysterium wird so als expressionistisches Bewegtbild zum Leben erweckt. Mit Martyn Brabbins kehrt einer der interessantesten Dirigenten für Musik des 20. Jahrhunderts zurück an die Deutsche Oper Berlin.
Werkinfo:
Oper in zwei Akten (in einem Prolog und sechs Bildern)Musik und Libretto von Rued Langgaard Deutsche Übersetzung von Inger und Walther Methlagl, für die kritische Edition überarbeitet von Monika WesemannRevidierte Fassung, BVN 192 (1930)Szenische Uraufführung am 2. Mai 1999 am Tiroler Landestheater in InnsbruckPremiere an der Deutschen Oper Berlin am 30. Januar 2022










