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Simon Boccanegra
Do, 09. Feb 2023, 19:30

Giuseppe Verdi [1813 – 1901]

Simon Boccanegra
Simon Boccanegra
Simon Boccanegra
Simon Boccanegra
Simon Boccanegra
Simon Boccanegra

Opern zu schreiben hieß für Verdi, sich zur Welt zu verhalten, sich einzumischen, die Stimme zu erheben und sich auf der Bühne zu politischen Fragen zu äußern. Kaum eine seiner Opern treibt jedoch die Frage, welchen Preis der Einzelne für politische Macht zu zahlen hat, derart auf die Spitze wie SIMON BOCCANEGRA. Es inszeniert der russische Regisseur Vasily Barkhatov, der bereits Reimanns L’INVISIBLE hier am Haus zur Uraufführung verhalf … Dirigent*in: Jader Bignamini / Yi-Chen Lin (25. Feb.); Regie: Vasily Barkhatov; Mit George Petean / Dong-Hwan Lee [25. Feb.], Attilio Glaser / Jorge Puerta [25. Feb.], Liang Li / Ante Jerkunica [17., 19., 25. Feb.], Maria Motolygia / Flurina Stucki [19., 25. Feb.], Michael Bachtadze / Samuel Dale Johnson, Attilio Glaser / Jorge Puerta [25. Feb.] u. a.
Opern zu schreiben hieß für Verdi, sich zur Welt zu verhalten, sich einzumischen, die Stimme zu erheben und sich auf der Bühne zu politischen Fragen zu äußern. Kaum eine seiner Opern treibt jedoch die Frage, welchen Preis der Einzelne für politische Macht zu zahlen hat, derart auf die Spitze wie SIMON BOCCANEGRA: Der Korsar Simon Boccanegra hat mit seinen militärischen Erfolgen in seiner Heimatstadt Genua großes Ansehen errungen. Paolo, der Anführer der Volkspartei, will Simon zum Dogen wählen lassen und damit die Macht der Adelspartei brechen. Zugleich ist Simon jedoch mit der Tochter Fiescos, des Anführers der Adelspartei, liiert und hat mit ihr sogar eine Tochter. Der Vater verweigert den beiden die Heirat und schließt die Tochter in seinem Palast ein, wo sie wenig später verstirbt. Erst kurz vor seiner Wahl zum Dogen findet Simon dort seine tote Geliebte. Die gemeinsame Tochter Leonora bleibt jedoch verschwunden. Erst 25 Jahre später taucht sie wieder auf und gerät in den immer noch tobenden Machtkampf der Parteien.

Es inszeniert der russische Regisseur Vasily Barkhatov, der zuletzt an der Staatsoper Hannover, an der litauischen Nationaloper und am Theater Basel gearbeitet hat und der mit NORMA im Mai 2020 im Theater an der Wien debütiert. An der Deutschen Oper Berlin gab er seinen Einstand im Herbst 2017 mit der Uraufführung von Aribert Reimanns L’INVISIBLE und kehrt nun mit SIMON BOCCANEGRA in das Haus an der Bismarckstraße zurück.

Werkinfo:
Oper in einem Vorspiel und drei AufzügenDichtung von Francesco Maria PiaveUraufführung am 12. März 1857 in VenedigPremiere an der Deutschen Oper Berlin am 29. Januar 2023

empfohlen ab 15 Jahren