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LOCATION:Deutsche Oper Berlin\, Berlin
SUMMARY:Rigoletto
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DESCRIPTION:Der Titelheld in Verdis Klassiker ist überfürsorglicher Vater
 \, bildet zugleich aber als Hofnarr des Herzogs den Archetypen des traurig
 en Clowns. Hämisch teilt er gegen die Gegner seines Herren aus\, so lange
  bis seine größten Ängste sich einlösen: Er und seine Tochter geraten 
 ins Fadenkreuz der aristokratischen Willkür … Dirigent: Daniele Squeo /
  Roberto Rizzi Brignoli\; Regie: Jan Bosse\; Mit Andrei Danilov / Xabier A
 nduaga\, Daniel Luis de Vicente / Juan Jesús Rodríguez\, Nina Solodovnik
 ova / Lilit Davtyan u. a.\nZum Stück„Bezogen auf den Theatereffekt ersc
 heint mir der RIGOLETTO als das beste Sujet\, das ich bisher in Musik gese
 tzt habe […]. Dort gibt es Situationen von großer Kraft\, Abwechslungsr
 eichtum\, Temperament\, Pathos.“ [Verdi an Antonio Somma\, 22. April 185
 3]\n\nMit der Beschreibung der Qualitäten seines 1851 uraufgeführten Mel
 odramma nach Victor Hugos Erfolgsstück „Le roi s’amuse“ benennt Ver
 di zugleich die Herausforderungen\, denen sich jede Produktion dieser Oper
  stellen muss: RIGOLETTO ist ein Meisterwerk\, dessen Besonderheit in der 
 Konfrontation psychologischer Charakterzeichnung mit den Unwahrscheinlichk
 eiten einer fantastischen Handlung liegt. \n\nWie ein romantischer Schauer
 roman klingt diese Geschichte: Als Narr im Dienste des Herzogs von Mantua 
 ist der missgestaltete Rigoletto zum Hassobjekt aller Höflinge geworden. 
 Unterschiedslos verspottet er alle\, die sein Herr – ein berüchtigter S
 chürzenjäger – ins Elend gerissen hat. Doch zugleich hat er Angst davo
 r\, dass seiner Tochter Gilda ein ähnliches Schicksal drohen könnte und 
 hält sie deshalb versteckt. Doch muss Rigoletto erleben\, dass sein Versu
 ch\, inmitten einer von Willkür und Gewalt beherrschten Umgebung seine pr
 ivate heile Welt zu bewahren\, zum Scheitern verurteilt ist: Auch Gilda wi
 rd vom Herzog verführt und geht für ihn sogar in den Tod.\n\nIhre emotio
 nale Glaubwürdigkeit gewinnt die Geschichte durch Verdis Musik. Durch sie
  wird RIGOLETTO zu einer Tragödie\, die sich aus dem Aufeinandertreffen d
 reier völlig verschiedener Menschen ergibt: Der Herzog\, der zwar einerse
 its ein Wüstling ist\, dem Verdi jedoch so verführerische Musik geschrie
 ben hat\, dass nicht nur Gilda\, sondern auch das Publikum regelmäßig se
 inem Charme erliegt\; Rigoletto\, der einer jener typischen Verdi-Menschen
  ist\, die die Fähigkeit zum Guten wie zum Bösen in sich bergen\; und sc
 hließlich Gilda\, die in strahlender Reinheit die Prinzipien von Unschuld
  und Mitleid verkörpert. Man glaubt in RIGOLETTO vor allem diesen Mensche
 n und begreift durch sie selbst die aberwitzigsten Zufälle der Opernhandl
 ung als unentrinnbares Schicksal.\n\nZur InszenierungDieses Spiel mit den 
 Wirkungskräften des Musiktheaters interessierte auch Jan Bosse bei seiner
  ersten Berliner Opernarbeit. In seiner Version des Verdi-Klassikers macht
  Jan Bosse den Zuschauerraum der Deutschen Oper zum Herzogshof von Mantua 
 und die Unterbühne zum Versteck\, in dem der Hofnarr Rigoletto seine Toch
 ter Gilda vor allen Menschen verborgen hält. Doch Rigolettos Versuch\, de
 n Dienst in einem korrupten Regime von seinem heilen Privatleben zu trenne
 n\, ist zum Scheitern verurteilt und seine Welt zerfällt im Laufe des Ges
 chehens immer mehr in ihre Bestandteile: Und am Ende\, wenn Rigoletto den 
 Tod seiner Tochter und das Scheitern all seiner Pläne erleben muss\, blei
 bt um ihn herum buchstäblich nur das Nichts.
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