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Sinfoniekonzert
Fr, 09. Dez 2022, 20:00

Werke von Alexander von Zemlinsky und Ludwig van Beethoven

Zemlinskys Sinfonie auf Gedichte von Rabindranath Tagore ist neben Mahlers „Lied von der Erde“ eines der zentralen Werke für Sologesang und Orchester. Der Wechsel von Bariton und Sopran, die in den sieben aufeinanderfolgenden Sätzen stets voneinander isoliert singen, eröffnet den Raum des „Erotisch-Imaginären“ (Hermann Danuser). Die durchkomponierte Form unterstreicht dabei den im Titel festgehaltenen Charakter als „Lyrische Sinfonie“. Demgegenüber legte Beethoven seiner Zweiten Sinfonie eine dramatische Entwicklung zugrunde, deren Kontrastreichtum und Finalität als wegweisend für seine weitere kompositorische Arbeit gelten kann. Eine Sonderstellung beansprucht der langsame Satz: ein ausladendes Larghetto, das mit seinem epischen Gestus eine weitere Dimension eröffnet.

Sir Donald Runnicles dirigiert Beethovens Zweite und Zemlinskys „Lyrische Sinfonie“, die mit den Ensemblemitgliedern Flurina Stucki und Thomas Lehmann als Soli zum ersten Mal überhaupt an der Deutschen Oper Berlin erklingt.

Konzertprogramm:
Ludwig van Beethoven [1770 – 1827]2. Sinfonie in D-Dur, op. 36Adagio molto – Allegro con brioLarghettoScherzo. AllegroAllegro molto

Alexander von Zemlinsky [1871 - 1942]Lyrische SinfonieSieben Gesängen nach Gedichten von Rabindranath Tagore für Sopran, Bariton und Orchester, op. 18 Ich bin friedlos, ich bin durstig nach fernen DingenO Mutter, der junge PrinzDu bist die Abendwolke Sprich zu mir GeliebterBefrei mich von den Banden deiner Süße, LiebVollende denn das letzte LiedFriede, mein Herz