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Parsifal
Mo, 02. Apr 2018, 16:00

von Richard Wagner
mit Andreas Schager, René Pape, Nina Stemme, Lauri Vasar u.a.
Musikalische Leitung: Daniel Barenboim
Inszenierung: Dmitri Tcherniakov

Parsifal
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Eine heilsverkündende Gralsbruderschaft hat sich ein strenges Keuschheitsgelübde auferlegt und hütet zwei heilige Reliquien, von denen die Brüder sich ewiges Leben erhoffen: den heiligen Gral und den heiligen Speer. Doch weil ihr Gralskönig Amfortas sich mit der geheimnisvollen Kundry versündigte, ist der Speer in die Hände des einst von der Bruderschaft abgewiesenen Klingsor gelangt, der dem Sünder damit eine nicht heilende Wunde zufügte. Um Amfortas von seinen ewigen Qualen zu erlösen und den Speer zurückzuerlangen, bedarf es laut einer Prophezeihung eines »durch Mitleid wissenden, reinen Toren«. In dem naiven Parsifal glaubt Gurnemanz, der geistige Führer der Bruderschaft, diesen neuen Heiland gefunden zu haben.
Am Ende seines Lebens verband Richard Wagner in seinem »Parsifal« christlichen Mythos mit buddhistischen Elementen und Reflexionen aus der Philosophie Schopenhauers und sah darin die von ihm selbst propagierte Idee einer Kunstreligion verwirklicht. Mit einer beseelenden und erhebenden Musik von großer Strahlkraft preist er letztendlich die Überwindung von Sinnlichkeit und Sünde.

Werkinfo:
Bühnenweihfestspiel in drei Aufzügen von Richard Wagner | Text von Richard Wagner