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Carmen
Di, 10. Mär 2020, 19:00

Opéra comique in vier Akten (1875)

Musik von Georges Bizet

Text von Henri Meilhac und Ludovic Halévy

nach der gleichnamigen Novelle von Prosper Mérimée

Eine tragisch endende Opéra comique, die das ewige Spiel von leidenschaftlicher Liebe und quälender Eifersucht auf die Bühne bringt, und deren zündende Musik das Publikum weltweit angesprochen hat und immer wieder neu anspricht, das ist Bizets »Carmen«. Wechselseitige Anziehungs- und Abstoßungskräfte wirken, mit letztlich fatalen Folgen – getragen und verantwortet von eigenwilligen, in Erinnerung bleibenden Charakteren.

Den Erfolg seiner im Frühjahr 1875 in Paris uraufgeführten »Carmen« konnte das Jahrhunderttalent Georges Bizet allenfalls ahnen, aber nicht mehr genießen. Als seine Oper zum 33. Mal aufgeführt wurde, starb er im Alter von erst 38 Jahren. Heute gehört »Carmen« zu den meistgespielten Stücken des Repertoires überhaupt, ein Ende des enthusiastischen Echos ist nicht in Sicht. Nicht wenige Musiknummern sind zu wahren »Hits« geworden, das südliche Klangkolorit und die leuchtenden Orchesterfarben, die etwas sehr Sinnliches ausstrahlen, schaffen zusätzliche Reize. Raffiniert gemacht ist diese Musik, die so stimmig mit dem dramatischen Geschehen zusammentrifft, und dabei doch so eingängig, im guten Sinne »populär«. Jede der Figuren erhält ihr eigenes musikalisches Profil – lebensechte Menschen kommen auf die Bühne, in quasi-realistischer Art, was die Glaubwürdigkeit ihres Singens und Handelns unterstützt. Bizets »Carmen« ist eines der erklärten Meisterwerke der Opernliteratur.