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Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny
Sa, 02. Jan 2021, 19:30

Kurt Weill

Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny
Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny

Eines der radikalsten und berühmtesten Musiktheaterwerke des 20. Jahrhunderts erscheint neunzig Jahre nach seiner politisch brisanten Uraufführung in Leipzig in einer Neuinszenierung von Barrie Kosky und unter der musikalischen Leitung von Generalmusikdirektor Ainārs Rubiķis auf der Bühne der Komischen Oper Berlin – mit Ausnahmetenor Allan Clayton als Jim Mahoney und Ensemblemitglied Nadja Mchantaf als Jenny Hill. Drei Gauner gründen auf der Flucht vor der Polizei mitten in der Wüste die Stadt Mahagonny. Es soll ihr gelobtes Land sein, ein Ort der Utopie und der unbegrenzten Sünde – denn nichts Geringeres als der Verkauf von Liebe und Alkohol soll für den Fluss des Geldes sorgen. Fressen, Lieben, Boxen, Saufen! Doch wehe, es bleibt kein Geld, um die Zeche zu bezahlen … Menschen, die vor Sklaverei, Verbrechen oder Armut fliehen, eine leere Wüste, gefüllt mit Träumen und Sehnsüchten, apokalyptische Naturkatastrophen, strenge Regeln und wollüstige Exzesse. Zeitgleich zu Arnold Schönbergs alttestamentarischer Oper Moses und Aron entstand mit Brechts und Weills Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny ein Werk, dessen Bezüge zu den Büchern Moses versteckter, aber letztlich doch unverkennbar sind. Oper und Anti-Oper zugleich, thematisiert Mahagonny die Fallstricke der menschlichen Existenz anhand biblischer Bilder getragen und vorangetrieben von der Musik Kurt Weills, die in ihrer Absorbierung zahlreicher ganz unterschiedlicher Einflüsse und Stilrichtungen der Zeit ebenso unvergleichlich wie unnachahmlich ist. Oper in drei Akten [1930]
Text von Bertolt Brecht

Im Header: Allan Clayton | Foto: Jan Windszus Photography, 3D Art: Sven Windszus

Gefördert von Dr. Marshall E. Kavesh und Martin Laiblin

Werkinfo:
Kurt Weill
Oper in drei Akten [1930]