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Don Carlo
So, 21. Mai 2017, 18:00

von Giuseppe Verdi
mit Fabio Sartori, Lianna Haroutounian, Marina Prudenskaya, René Pape, Alfredo Daza u.a.
Musikalische Leitung: Massimo Zanetti
Inszenierung: Philipp Himmelmann

Don Carlo
Don Carlo
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Bis zum Zerreißen steht die königliche Familie in Giuseppe Verdis »Don Carlo« unter Druck, liebt doch der Sohn die junge Frau, die sein verwitweter Vater aus politischen Gründen heiratet. In diesem »Familiengemälde in einem fürstlichen Hauße«, wie Schiller sein Drama bezeichnete, das dem Libretto als Vorlage diente, gibt es keine Handlungen, die Privatsache sind. Die Staatsräson, verkörpert in der Gestalt des Großinquisitors, ist der Imperativ, dem sich auch die Mitglieder des Herrscherhauses beugen müssen.

Indem Verdi sich der Gegensätze der eher intimen italienischen und der auf große Wirkung zielenden französischen Opernsprache bediente, verbindet sich auch musikalisch das Familiendrama mit dem Staatstheater, der Blick nach innen mit der Öffentlichkeit der Figuren. Philipp Himmelmann zeigt in seiner Inszenierung des »Don Carlo« Familie als klaustrophoben Kosmos. Der Tisch, an dem die Familienmitglieder zusammentreffen, wird zum Ort der Unausweichlichkeit, an dem sich die widersprechenden Emotionen verdichten, bis die Situation eskaliert. Johannes Leiacker schuf dazu einen Bühnenraum, der mit quasi-filmischen Blenden das jähe Aufeinanderprallen des Privaten mit dem Öffentlichen sinnfällig werden lässt.

Werkinfo:
Oper in vier Akten von Giuseppe Verdi
Libretto von François Joseph Pierre Méry und Camille Du Locle
nach Friedrich Schillers »Don Karlos«