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Die Nase
Fr, 06. Jul 2018, 19:30

Dmitri D. Schostakowitsch

Oper in drei Akten nach der gleichnamigen Erzählung von Nikolai W. Gogol [1930]

Als Don Giovanni gibt er den exaltierten bösen Clown, als jugendlicher Onegin verspielt er sein Liebesglück – nun zeigt Ensemblemitglied Günter Papendell eine weitere Facette seines Könnens: als eitler, nasenloser Kollegienassessor Kowaljow in Dmitri Schostakowitschs eigenwilliger Vertonung der grotesk-absurden Erzählung von Nikolai Gogol. Barrie Koskys umjubelte Debüt-Inszenierung am Royal Opera House Covent Garden ist nach einer Zwischenstation in Sydney nun auch in Berlin zu erleben.

Eines schönen Morgens nach durchzechter Nacht muss Kollegienassessor Kowaljow erschrocken feststellen, dass ihm seine Nase abhanden gekommen ist. Verzweifelt macht er sich auf die Suche. Eine andauernde Nasenlosigkeit würde das gesellschaftliche Aus für ihn bedeuten! In der Kathedrale glaubt er, seiner Nase zu begegnen, doch kann er sie nicht überzeugen, bei ihm zu bleiben. Von allen verspottet und verlacht, jagt Kowaljow wie in einem Albtraum dem unabhängig gewordenen Körperteil hinterher, bekommt es jedoch nie zu fassen. Endlich wird ihm die Nase vom Polizeioberhauptmeister höchstpersönlich zurückgebracht, doch will sie nicht im Gesicht haften bleiben! Nach weiteren demütigenden Erfahrungen befindet sich der widerspenstige Gesichtserker schließlich so plötzlich, wie er verschwunden war, wieder an seinem Platz – wo er hoffentlich auch bleibt.
Steppende Nasen, fahrende Rikscha-Tische, knallbunte Kostüme zwischen Folklore und Historismus in einem kühlen, trotz seiner Größe klaustrophobisch wirkenden Raum – Barrie Kosky inszeniert die surrealistische Geschichte um die Verlustängste und die Paranoia eines kleingeistigen Emporkömmlings als revueartiges Kaleidoskop der Eitelkeiten, eine verstörende Mischung aus Wozzeck und Alice im Wunderland. Libretto von Dimitri D. Schostakowitsch, Jewgeni I. Samjatin, Georgi D. Ionin und Aleksandr G. Preis
Deutsche Textfassung von Ulrich Lenz
Koproduktion mit The Royal Opera House Covent Garden, der Opera Australia und dem TeatroReal, Madrid W a s k o m m t ? Zeig' mir mehr! weniger Fr 20.04. Die Entführung aus dem Serail Sa 21.04. Jewgeni Onegin So 22.04. Kinderkonzert 4: Piano! Piano! So 22.04. Blaubart Do 26.04. Il barbiere di Siviglia Fr 27.04. Oper & Dinner Fr 27.04. Blaubart Fr 20.04. 19:30 Die Entführung aus dem Serail Sa 21.04. 19:30 Jewgeni Onegin So 22.04. 11:00 Kinderkonzert 4: Piano! Piano! So 22.04. 19:00 Blaubart Do 26.04. 19:30 Il barbiere di Siviglia Fr 27.04. 17:00 Oper & Dinner Fr 27.04. 19:30 Blaubart Sa 28.04. 18:00 Calixto Bieitos »Entführung« oder die Oper in performance! Sa 28.04. 19:30 Die Entführung aus dem Serail So 29.04. 12:00 Einführungsmatinee So 29.04. 19:00 Anatevka Mo 30.04. 19:00 Anatevka Mo 30.04. 20:00 Ich wollt’, ich wär’ ein Huhn! Di 01.05. 19:00 Jewgeni Onegin

Werkinfo:
Oper in drei Akten nach der gleichnamigen Erzählung von Nikolai W. Gogol [1930]
Libretto von Dimitri D. Schostakowitsch, Jewgeni I. Samjatin, Georgi D. Ionin und Aleksandr G. Preis
Deutsche Textfassung von Ulrich Lenz
Koproduktion mit The Royal Opera House Covent Garden, der Opera Australia und dem TeatroReal, Madrid