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Dinorah ou Le Pardon de Ploërmel (konzertant)
Sa, 07. Mär 2020, 19:30

Giacomo Meyerbeer (1791 – 1864)

Dinorah oder Die Wallfahrt nach Ploërmel (konzertant)
Dinorah oder Die Wallfahrt nach Ploërmel (konzertant)

Den meisten Opernfreunden war Giacomo Meyerbeers DINORAH lange nur von einer einzigen Aufnahme her bekannt. Es war die Interpretation der Wahnsinnsarie »Ombre légère« durch Maria Callas, die die Titelheldin dieses Werks als Schwester jener anderen großen Opernfrauen wie Donizettis Lucia, Amina aus Bellinis LA SONNAMBULA oder Ophelia aus Ambroise Thomas’ HAMLET auswies. Allesamt flüchten sich diese zarten Heldinnen vor einer Welt, die sie nicht mehr begreifen, in den Wahnsinn, morden, schlafwandeln oder tanzen wie Dinorah mit dem eigenen Schatten.

Als Ganzes ist die 1859 uraufgeführte Opéra comique DINORAH OU LE PARDON DE PLOERMEL jedoch noch immer zu entdecken: Meyerbeer gelingt hier eine späte spielerisch-poetische und zugleich humoristisch gebrochene Beschwörung der romantischen Geister- und Feenwelt. In seiner Mischung aus lyrischen, folkloristischen und komischen Elementen entwickelt Meyerbeers Vertonung der Geschichte um das auf seiner Wallfahrt durch mysteriöse Umstände getrennte und dann wieder glücklich vereinte Brautpaar Dinorah und Hoël eine ganz eigene, subtile Farbpalette.

Für die Deutsche Oper Berlin bildete die umjubelte und auch auf CD erschienene konzertante Aufführung der DINORAH in der Berliner Philharmonie 2014 den Auftakt zu einem Zyklus der großen Bühnenwerke Meyerbeers. Im Rahmen der Meyerbeer-Tage erklingt sie nun ein weiteres Mal, diesmal mit Frankreichs neuem Star am Sängerinnenhimmel, der Koloratursopranistin Sabine Devieilhe in der Titelpartie.

Werkinfo:
[Dinorah oder Die Wallfahrt nach Ploërmel]
Komische Oper in drei Akten
Libretto von Jules Barbier und Michel Carré nach der Erzählung „Les chercheurs de trésor“
Uraufführung der 1. Fassung am 4. April 1859 an der Opéra Comique in Paris
Uraufführung der 2. Fassung am 26. Juli 1859 am Royal Opera House in London
Konzertante Premiere an der Deutschen Oper Berlin am 4. März 2020