← zurück zum Kalender

Rigoletto
Sa, 26. Okt 2019, 19:00

Melodramma in drei Akten (1851)

Musik von Giuseppe Verdi

Text von Francesco Maria Piave

nach dem Melodrama »Le roi s’amuse« von Victor Hugo

Szenenfoto Rigoletto
Szenenfoto Rigoletto
Szenenfoto Rigoletto
Szenenfoto Rigoletto
Szenenfoto Rigoletto
Szenenfoto Rigoletto
Szenenfoto Rigoletto
Szenenfoto Rigoletto
Szenenfoto Rigoletto
Szenenfoto Rigoletto
Szenenfoto Rigoletto
Szenenfoto Rigoletto
Szenenfoto Rigoletto
Szenenfoto Rigoletto
Szenenfoto
Szenenfoto
Szenenfoto
Szenenfoto

Als Victor Hugo 1832 in Paris sein Stück »Le roi s’amuse« zum ersten und vorerst letzten Mal auf die Bühne brachte, endete die Aufführung mit dem sofortigen Verbot des Stücks. Als sich Giuseppe Verdi, der Komponist des italienischen Risorgimento, anschickte, das Stück des revolutionär gesinnten französischen Schriftstellers zu vertonen, stieß auch er noch knapp 20 Jahre später auf den Widerstand der Zensurbehörden.

Zwar musste er sein Melodramma von »La maledizione« (»Der Fluch«) in »Rigoletto« umtaufen und den Schauplatz an den Hof eines fiktiven Herzogs von Mantua verlegen, doch ließ er die Handlung und ihre Krassheit unangetastet: Rigoletto stiftet den zügellosen Herzog zu ständigen Ver- und Entführungen schöner Frauen an und hat für deren Familien bloß Spott übrig. Vom verzweifelten Vater einer der Entehrten wird er dafür vor dem gesamten Hof verflucht. Seine Tochter Gilda hält Rigoletto jedoch vor dem schamlosen Treiben verborgen. Trotzdem hat der Herzog bereits ein Auge auf sie geworfen. Als Gilda den Verführungskünsten des Herzogs erliegt, schmiedet Rigoletto einen tödlichen Racheplan, dem am Ende nicht der Herzog, sondern die eigene Tochter zum Opfer fällt. Zur zynischen Chiffre des Scheiterns wird ausgerechnet der allbekannte Tenorschlager »La donna è mobile«. In Verdis erstem Werk der Reifezeit bedingen sich so Triviales wie Groteskes und hohes Pathos gegenseitig. Die Kontraste aus greller Bandamusik und expressivsten Kantilenen formen ein kompromissloses Meisterwerk, das in ungeheurer Knappheit und Schärfe über das Publikum hereinbricht.

Dauer:
ca. 2:30 h inklusive einer Pause nach dem 1. Akt