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Symposion: 100 Jahre Wieland Wagner
Fr, 10. Nov 2017, 15:00

10. – 11. November 2017

Als Gestalter des „neuen Bayreuth“ nach dem zweiten Weltkrieg ist Wieland Wagner noch immer eine Legende. Doch auch an der Deutschen Oper Berlin gehörte er zu den bedeutendsten Regisseuren der ersten Jahre nach der Wiedereröffnung 1961. Schon zwei Jahre zuvor hatte Wagner, damals noch im Theater des Westens, TRISTAN UND ISOLDE inszeniert, im neuen Haus erarbeitete er von 1962 bis zu seinem Tod 1966 Neudeutungen von LOHENGRIN und AIDA, sowie von DIE MEISTERSINGER VON NÜRNBERG und SALOME. Der Regiestil Wagners blieb bis in die achtziger Jahre im Repertoire der Deutschen Oper Berlin vertreten und prägte den Zugang zu Musiktheater für eine ganze Generation.

2017 wäre Wieland Wagner 100 Jahre alt geworden. Für die Deutsche Oper Berlin und den Richard-Wagner-Verband Berlin-Brandenburg ist dieses Jubiläum der Anlass, Schaffen, Persönlichkeit und Nachwirkung dieser Richtung weisenden Künstlerpersönlichkeit in einem Symposion zu reflektieren.

Konzertprogramm:
Freitag, 11. November 2016
10.30 Uhr: Der Islam als ein offenes Kunstwerk. Zur Theatralität und Musikalität der Offenbarung
Prof. Dr. Ahmad Milad Karimi [Zentrum Islamischer Theologie]
11.30 Uhr: The Voice of Women – Opera and Judaism in the Israel of Today [In englischer Sprache]
Michael Ajzenstadt [Operndirektor, The Israeli Opera]

[Pause]

15.00 Uhr: Passionsmusiken – Religiöse Resonanzen in der Oper des 19. Jahrhunderts
Prof. Dr. Anselm Gerhard [Institut für Musikwissenschaft, Bern]
16.00 Uhr: Leitmotive der Kunstreligion: Opfer und Erlösung in Wagners Werk?
Prof. Dr. Thomas Macho [Internationales Forschungszentrum Kulturwissenschaften, IFK Wien]

Samstag, 12. November 2016
10.30 Uhr: Die Schöne Jüdin als Femme Orientale? SALOME zwischen Oscar Wilde und Richard Strauss
Prof. Dr. Ulrike Brunotte [Universität Maastricht, Research Network RENGOO Gender in Antisemitism, [Neo-]Orientalism and Occidentalism]
11.30 Uhr: Meyerbeers HUGENOTTEN im Spiegel des Bibliodramas – Perspektiven einer spätmodernen Religionspraxis
Prof. Dr. Gerhard-Marcel Martin [Philipps-Universität Marburg, Evangelische Theologie]

[Pause]

15.00 Uhr: The relations of the Russian Church and the Russian theater in the era of a new conservative revolution, or Does the Orthodox censorship really exist in Russia? [In englischer Sprache]
Marina Davydova [Festivalleiterin der Wiener Festwochen]
16.00 Uhr: Arnold Schönbergs Oper MOSES UND ARON: die Tragödie des Monotheismus
Prof. Dr. Jan Assmann [Ägyptologe, Religions- und Kulturwissenschaftler und Emeritus der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg]

Sonntag, 13. November 2016
11.00 Uhr: Abschlussdiskussion – IDOMENEO und die Folgen. Wie weit darf Oper gehen?
Prof. Dr. Ahmad Milad Karimi [Zentrum Islamischer Theologie], Barrie Kosky [Intendant, Komische Oper Berlin], Prof. Dr. Thomas Macho [IFK Wien], Prof. Dr. Christoph Markschies [HU Berlin, Ältere Kirchengeschichte] [Veranstaltungsende ca. 12.30 Uhr]