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Pierrot Lunaire
So, 14. Feb 2021, 19:00

Drei Monodramen

Produktion: Hauptbild Produktion: Titel Produktion: Zusatzinformationen Eine dunkle Bühne, eine Frau und ihre Stimme – die irgendwo zwischen Singen und Sprechen schwebt. Arnold Schönberg und Samuel Beckett schufen mit Pierrot Lunaire (1912), Nicht Ich (1972) und Rockaby (1981) bahnbrechende Solo-Literatur des 20. Jahrhunderts, in denen sich Sprache, Theater und Musik über Konventionen hinwegsetzen, um sich einander anzunähern. Wie gemacht also für die Genre-Grenzgänger Barrie Kosky und Dagmar Manzel, die sich gemeinsam auf die Suche nach den schillernden Bedeutungsebenen zwischen den Zeilen dieser drei Meisterwerke machen.
»Um unsere Dichter, um unsere Komponisten mitzuteilen, brauchen wir beides, den Gesangs- wie auch den Sprachton«, stellte die Berliner Vortragskünstlerin Albertine Zehme fest und beauftragte Arnold Schönberg 1912 mit dem singulären Melodramen-Zyklus Pierrot Lunaire , den Igor Strawinsky später als »Solarplexus der Moderne« bezeichnen sollte. Schönberg komponierte zu dieser Zeit atonal, aber noch nicht der Zwölftontechnik verpflichtet, die er erst später entwickeln sollte. Suggestive Bilder von Mond und Nacht lassen ganz unterschiedliche Figuren aus dem Dunkel der Fantasie auftauchen – verträumte, karikatureske, aber auch bedrohliche Gestalten. Und mittendrin: der schalkhafte Charakter Pierrots.

Samuel Becketts Monologe sind mit ihren rhythmischen Satzfragmenten und Wiederholungen eine Musik für sich: Mit dem Gedankenstrom, den staccato-artigen Satzfetzen von Nicht ich bricht sich ein ungebremstes Redebedürfnis Bahn und eine verzweifelte Leidensgeschichte zeichnet sich ab. Rockaby begleitet als minimalistische Meditation das Sterben einer Frau im Schaukelstuhl. Ein hochvirtuoser Abend voller vertrackter Rhythmen, irisierender Melodik und ungebändigter Theatralität, getragen von einer singenden, sprechenden und sprechsingenden Solo-Protagonistin.

Melodram op. 21 [1912] von Arnold Schönberg und
Nicht Ich [1972] sowie Rockaby [1981] von Samuel Beckett

Weiterlesen Weniger anzeigen Read more Show less Mit dem Mund auf der Bühne folgen Manzel und Kosky [in „Not I“] demütig Becketts strengen Anweisungen, das Ergebnis ist groß und bedrückend. Berliner Morgenpost var htmlsnippetextended_htmlcontent_30_DOSS0050 = ' Komische Oper Berlin · Pierrot Lunaire | Audioeinführung | Komische Oper Berlin '; var htmlsnippetextended_csscontent_30_DOSS0050 = ''; function htmlsnippetextended_jscontent_30_DOSS0050 () { } Das Programmheft zum Blättern
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Werkinfo:
Melodram op. 21 [1912] von Arnold Schönberg sowie
Nicht Ich [1972] und Rockaby [1981] von Samuel Beckett

Preisinformation:
12 – 54 €