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Fidelio
So, 24. Mai 2020, 18:00

Oper in zwei Aufzügen (1814)

Musik von Ludwig van Beethoven

Text von Joseph Sonnleithner und Friedrich Treitschke

nach dem Libretto zur Oper »Léonore ou L’amour conjugal«

von Jean-Nicolas Bouilly

Als Mann verkleidet, verdingt sich Leonore in einem Staatsgefängnis nahe von Sevilla, wo sie ihren Gatten Florestan vermutet. Seit zwei Jahren schon ist er verschwunden, zu Unrecht vom Gouverneur Pizarro im tiefsten Kerker gefangen gehalten. Leonore, über sich selbst hinauswachsend, fasst Mut zu einer couragierten Rettungstat. »Die Liebe wird’s erreichen«, so singt sie, bis sie in »namenloser Freude« mit Florestan wieder vereint ist.

Den Stoff zu seiner einzigen Oper entnahm Ludwig van Beethoven einem französischen Text aus der Feder von Jean Nicolas Bouilly, der, auf einer wahren Geschichte fußend, am Ende des 18. Jahrhunderts ein Libretto unter dem Titel »Léonore ou L’amour conjugal« verfasst hatte, das Pierre Gaveaux in Paris für ein Bühnenwerk vertonte. Lang war der Weg Beethovens zu einer endgültigen Fassung: 1805 und 1806 präsentierte er sein Werk ohne größere Resonanz im Theater an der Wien, um es mehrere Jahre später in gründlich überarbeiteter Form nochmals auf die Bühne zu bringen: 1814 im Kärntnertortheater mit manchen neuen Texten und manch neuer Musik. Im deutschsprachigen Raum, aber auch darüber hinaus avancierte Beethovens »Fidelio« zu einem der zentralen Opernwerke der musikalischen Klassik, mit einer plastischen Figurenzeichnung und eindrucksvollen Momenten, die in der Erinnerung haften bleiben: die großen Arien Leonores und Florestans etwa, aber auch das die Rettung verkündigende Trompetensignal, der Gefangenenchor mit seiner zwischen Hoffnung und Furcht schwankenden Stimmung sowie das grandiose Freudenfinale – »O welch ein Augenblick!«

Dauer:
ca. 2:45 h, inklusive einer Pause nach dem ersten Akt