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Oper in Berlin

Al gran sole carico d'amore

Do | 01.03.12 | 19.30 Uhr
Premiere
Azione scenica in zwei Teilen von LUIGI NONO - Text von LUIGI NONO und JURI LJUBIMOV nach Bertolt Brecht | Tania Bunke | Fidel Castro | Georgi Dimitroff | Maxim Gorki | Ernesto »Che« Guevara | Antonio Gramsci | Wladimir Iljitsch Lenin | Karl Marx | Louise Michel | Cesare Pavese | Arthur Rimbaud | Celia Sánchez | Haydée Santamarìa und Volkstexte
Kraftwerk Mitte | Trafo
Audio / Video
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Musikalische Leitung: Ingo Metzmacher
Inszenierung: Katie Mitchell
Director of Photography: Leo Warner for 59 Productions
Regiemitarbeit: Benjamin Davis
Bühnenbild | Kostüme: Vicki Mortimer
Licht: Bruno Poet
Klangregie: André Richard
Live-Kamera: Sebastian Pircher
Chor: Eberhard Friedrich

Sopran I und III: Elin Rombo
Sopran III und I: Silke Evers
Sopran I: Tanja Andrijic
Sopran II: Hendrickje Van Kerckhove
Sopran IV: Virpi Räisänen
Alt | Louise Michel: Susan Bickley
Tenor: Peter Hoare
Bariton | Deolas Kunde: Christopher Purves
Bass I | Sohn der Turiner Mutter: Michael Rapke
Bass II: Hee-Saup Yoon
Tania Bunke: Julia Wieninger
Russische Mutter: Birgit Walter
Deola: Laura Sundermann
Turiner Mutter: Helena Lymbery
Chorsoli: Jaroslaw Rogaczewski
01. | 03. | 05. | 09. | 11. März 2012

Mit deutschen Übertiteln

2:15 h | inklusive 1 Pause

Adresse
Kraftwerk Mitte | Trafo
Köpenicker Str. 70
10179 Berlin

Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln
U-Bahn: U8 (U Heinrich-Heine-Straße oder S+U Jannowitzbrücke)
S-Bahn: S3 | S5 | S7 | S75 (S+U Jannowitzbrücke)
Bus: 265 (Heinrich-Heine-Straße)




VORWORT
Werkeinführung 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn


WERKSTATT NONO:

26. FEBRUAR 2012 | 11:00 Uhr | Gläsernes Foyer
WERKSTATT NONO IV – Einführungsvortrag mit Nina Jozefowicz

Gefördert durch den Verein der Freunde und Förderer der Staatsoper Unter den Linden
Realisiert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds
In Zusammenarbeit mit dem Istituto Italiano di Cultura Berlino
Medienpartner: Der Tagesspiegel
Medienpartner: Wall AG
Medienpartner: Kulturradio vom RBB

In Zusammenarbeit mit den Salzburger Festspielen
»Die Grundidee von 'Al gran sole carico d’amore': die Kontinuität der weiblichen Präsenz im Leben, im Kampf, in der Liebe; das Gestern, das Heute, das Morgen – übereinander gelagert, vorwegnehmend und fragmentiert.« (Luigi Nono)

Leidenschaftlich kämpfende und für ihre Überzeugung sterbende Frauen in revolutionären Zeiten sind die Protagonistinnen in Luigi Nonos azione scenica »Al gran sole carico d'amore«. In aneinandergereihten Szenen werden Geschehnisse gestreift, in deren Mittelpunkt teils reale, teils fiktive charismatische Frauengestalten vergangener Zeiten stehen: so u. a. Louise Michel während der Pariser Commune 1871, »die russische Mutter«, eine Figur, die Gorki in seinem gleichnamigen Roman erfand; die aus Argentinien stammende Tania Bunke, die an der Seite Che Guevaras kämpfte und im Guerillakampf ihr Leben verlor oder die in den Gedichten Cesare Paveses erdachte Prostituierte Deola aus dem Turin der 40er Jahre. »Al gran sole carico d’amore« ist keine Oper im herkömmlichen Sinn und erzählt auch keine stringent zusammenhängende Geschichte, sondern bringt Schicksale und Ereignisse aus über einhundert Jahren Kampf für eine gerechtere Welt in einen Handlungsspielraum.

Die ebenso subtile wie eindringliche Inszenierung von Katie Mitchell wird unter der musikalischen Leitung von Ingo Metzmacher in einer einmaligen Aufführungsserie fünf Mal im Kraftwerk Mitte | Trafo zu erleben sein. Ungewöhnliche Veranstaltungsorte für seine Musik waren ganz im Sinne Luigi Nonos. Das beeindruckende Gebäude am Spreeufer gilt als wichtiges architektonisches Dokument der Berliner Industriegeschichte aus den 60er Jahren und ist längst als Veranstaltungsort und Ausstellungsraum für zeitgenössische Kunst etabliert. Mit seinen acht Ebenen, die durch Treppen und Zwischengeschosse verbunden sind, bietet es für »Al gran sole carico d'amore« einen in jeder Hinsicht stimmigen Aufführungsort.

»Im Grunde ist diese Oper ein großes Requiem auf verschollene Hoffnungen und das Scheitern von Utopien – und mit »Wozzeck« von Alban Berg und den »Soldaten« von Bernd Alois Zimmermann eines der großen Werke des modernen Musiktheaters.« (Jürgen Flimm)
 
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