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Metanoia - über das denken hinaus -
Pressestimmen
„Es wird erkennbar, dass Schlingensiefs Versuch, Nietzsches Trauerspielbuch durch immer neue Übermalungen in Musiktheater zu verwandeln, ein kongenialer Anstoß sein könnte, wie Oper sich heute konstituieren ließe: In der ungehemmten und nicht nachlassenden Befragung eines alten und fremden Stoffes, der mit Alltgasfloskeln, Banalitäten, Bildungsrelikten, Eigenphilosophie und Halbwahrheiten so lange abgeschmirgelt wird, bis ein neuartig schimmerndes Artefakt entsteht, dessen Herkunft zwar klar ist, dessen Bedeutung und Sinn aber erst erschlossen werden müssen.“ (Süddeutsche Zeitung, Wolfgang Schreiber, 5.10.2010)
„Jens Joneleits Handschrift ist farbig, tiefspurig, phantasievoll, öfters vom Klangereignis ausgehend als von Konzepten und kundig eingebunden in die klassisch-romantische Musiksprache. Er gibt den Instrumenten gern das Ihre – so, dass die sich nicht verbiegen müssen; auch die Vokalstimmen sind gut aufgehoben bei ihm; auch das Erbe der Musikhistorie.“ (FAZ, Eleonore Büning, 5.10.2010)
„Der Charaktertenor, Graham Clark, klingt prononciert, die Sopranistin, vorzüglich Anette Dasch, intensiv dramatisch, der Bass Alfred Reiter samtig, Bass-Bariton Daniel Schmutzhard eher kernig, die Koloratursopranistin Anna Prohaska zwitschert in unerreichbaren Höhen, der Chor leuchtet sanft …“ (Neues Deutschland, Irene Constantin, 5.10.2010)
„Die gleichermaßen effektvoll aufgeladene wie eklektische Musik Joneleits (dehnt) sich im Verlauf der knapp siebzig Minuten höchst expressiv, nicht selten expressionistisch überschäumend und häufig in glissandierenden Schüben aus. Metastasierende Zellen sind das, die mal implodieren, in sich zusammenfallen, und die mal (gerne im vierfachen forte plus sforzato) explodieren, die aber in jedem Fall das Extrem suchen, den harschen Kontrast: Ekstase verwandelt sich innerhalb dieses nervös flimmernden Gewebes augenblicklich in Kontemplation, Lärm in Stille. Eruption sucht die Kontraktion, akkordische (bruitistisch getünchte) Massierung den singulären Ton, das Wesentliche das Unwesentliche.“ (Frankfurter Rundschau, Jürgen Otten, 5.10.2010)
„Jens Joneleit schreibt eine lebenspralle Musik, die unterschiedliche Stile von spätromantischen Sturm und Kampfszenen bei Verdi und Wagner über die prägnante Rhythmik eines Strawinsky bis hin zu elektronischer Musik zu einem interessanten Klangamalgam verbindet. Und ihre große Orchestrierung ist zugleich eine glänzend bestandene Bewährungsprobe für den einst als Sprechtheater erbauten Interimsspielort. Bei aller Kraft vermeidet Joneleit in "Metanoia" jenes Pathos, mit dem sich der Abend zu einem Requiem für Schlingensief hätte stilisieren lassen. Statt sentimentale Rückschau zu halten, blickt man so verunsichert nach vorne und erblickt vor allem Zweifel und offene Fragen. In einer etablierten Kunstform wie der Oper ist das allerdings kein schlechtes Vorzeichen für einen Neubeginn, wie die Staatsoper ihn gerade erlebt.“ (Hannoversche Allgemeine Zeitung, Stefan Arndt, 5.10.2010)
„Annette Dasch, Daniel Schmutzhard, Graham Clark, Alfred Reiter und Anna Prohaska überwinden virtuos den Graben zwischen Sprechen und Gesang“. (Berliner Morgenpost, Volker Blech, 5.10.2010)
„Die Staatskapelle spielt phänomental auf. Sie kommentierte mit irisierenden Streicherflageoletts, brachialen Blechbläser-Bruitismen und tösenden Schlagwerkgewittern all das, was der hoch geforderte, sehr homogene Chor, die sprechenden Sänger und die (zum Glück) nicht singenden Schauspieler an Assoziationsketten auf die Bühne brachten.“ (Financial Times Deutschland, Dagmar Zurek, 5.10.2010)
„Jens Joneleits Handschrift ist farbig, tiefspurig, phantasievoll, öfters vom Klangereignis ausgehend als von Konzepten und kundig eingebunden in die klassisch-romantische Musiksprache. Er gibt den Instrumenten gern das Ihre – so, dass die sich nicht verbiegen müssen; auch die Vokalstimmen sind gut aufgehoben bei ihm; auch das Erbe der Musikhistorie.“ (FAZ, Eleonore Büning, 5.10.2010)
„Der Charaktertenor, Graham Clark, klingt prononciert, die Sopranistin, vorzüglich Anette Dasch, intensiv dramatisch, der Bass Alfred Reiter samtig, Bass-Bariton Daniel Schmutzhard eher kernig, die Koloratursopranistin Anna Prohaska zwitschert in unerreichbaren Höhen, der Chor leuchtet sanft …“ (Neues Deutschland, Irene Constantin, 5.10.2010)
„Die gleichermaßen effektvoll aufgeladene wie eklektische Musik Joneleits (dehnt) sich im Verlauf der knapp siebzig Minuten höchst expressiv, nicht selten expressionistisch überschäumend und häufig in glissandierenden Schüben aus. Metastasierende Zellen sind das, die mal implodieren, in sich zusammenfallen, und die mal (gerne im vierfachen forte plus sforzato) explodieren, die aber in jedem Fall das Extrem suchen, den harschen Kontrast: Ekstase verwandelt sich innerhalb dieses nervös flimmernden Gewebes augenblicklich in Kontemplation, Lärm in Stille. Eruption sucht die Kontraktion, akkordische (bruitistisch getünchte) Massierung den singulären Ton, das Wesentliche das Unwesentliche.“ (Frankfurter Rundschau, Jürgen Otten, 5.10.2010)
„Jens Joneleit schreibt eine lebenspralle Musik, die unterschiedliche Stile von spätromantischen Sturm und Kampfszenen bei Verdi und Wagner über die prägnante Rhythmik eines Strawinsky bis hin zu elektronischer Musik zu einem interessanten Klangamalgam verbindet. Und ihre große Orchestrierung ist zugleich eine glänzend bestandene Bewährungsprobe für den einst als Sprechtheater erbauten Interimsspielort. Bei aller Kraft vermeidet Joneleit in "Metanoia" jenes Pathos, mit dem sich der Abend zu einem Requiem für Schlingensief hätte stilisieren lassen. Statt sentimentale Rückschau zu halten, blickt man so verunsichert nach vorne und erblickt vor allem Zweifel und offene Fragen. In einer etablierten Kunstform wie der Oper ist das allerdings kein schlechtes Vorzeichen für einen Neubeginn, wie die Staatsoper ihn gerade erlebt.“ (Hannoversche Allgemeine Zeitung, Stefan Arndt, 5.10.2010)
„Annette Dasch, Daniel Schmutzhard, Graham Clark, Alfred Reiter und Anna Prohaska überwinden virtuos den Graben zwischen Sprechen und Gesang“. (Berliner Morgenpost, Volker Blech, 5.10.2010)
„Die Staatskapelle spielt phänomental auf. Sie kommentierte mit irisierenden Streicherflageoletts, brachialen Blechbläser-Bruitismen und tösenden Schlagwerkgewittern all das, was der hoch geforderte, sehr homogene Chor, die sprechenden Sänger und die (zum Glück) nicht singenden Schauspieler an Assoziationsketten auf die Bühne brachten.“ (Financial Times Deutschland, Dagmar Zurek, 5.10.2010)
