1. Konzert
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Fr | 17.09.10 | 20.00 Uhr Petra Lang, Simon O'Neill | Dirigent: Donald Runnicles
Deutsche Oper Berlin
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Mezzosopran: Petra Lang
Tenor: Simon O'Neill
Orchester der Deutschen Oper Berlin
Dirigent: Donald Runnicles
17. September 2010
Die Unvollendete gehört zu den Werken der Musikgeschichte, die jenen neuen Bereich der symphonischen Instrumentalmusik eröffnen, der vergleichsweise unscharf als ‚musikalische Romantik’ apostrophiert wird. Zerlegt man Musik in ihre Bestandteile, so wird der Gesamtklang durch folgende Komponenten bestimmt: Melodie, Harmonie, Rhythmus, Dynamik (Lautstärke) und Instrumentation, die sich in der Klangfarbe ausweist. Bei Schubert stechen zwei Komponenten besonders hervor: Melodie und Klangfarbe. Diese liedhaften Themen werden oft aus der klanglichen Eigenart bestimmter Instrumente erdacht. Gleichermaßen zeigen sich in der Unvollendeten auch schon die aufkeimenden raffinierteren Instrumentationstechniken des 19. Jahrhunderts: Klangfarbe wird damit als gleichberechtigte Komponente neben Harmonik, Dynamik und Rhythmik gestellt.
Die h-moll Symphonie ist das bekannteste symphonische Werk Schuberts. Eindeutige historische Belege zur Entstehungsgeschichte konnten dabei bis heute nicht erbracht werden. Fakt ist, dass Schubert die beiden Sätze in der zweiten Jahreshälfte 1822 komponierte. Vollendet wurde der erste und zweite Satz – daher rührt auch der Name Die Unvollendete; vom Scherzo, dem 3. Satz, sind nur neun Takte ausgeführt, sonst sind bis zum Trio nur Skizzen vorhanden.
Eine Symphonie für eine Tenor- und eine Alt- (oder Bariton-) Stimme und Orchester hat Mahler sein Lied von der Erde genannt. Trotz der Bezeichnung »Symphonie«, die das Werk ausdrücklich von einem Liedzyklus abhebt, hielt sein Aberglaube in Bezug auf eine »Neunte«, die seit Beethoven und Bruckner mit dem Odium der »Letzten« behaftet war, ihn davon ab, sie numerisch seinen übrigen Symphonien einzufügen. Das Werk nach eher kunstgewerblichen als philologisch getreuen Übersetzungen altchinesischer Lyrik durch Hans Bethke (Die chinesische Flöte) entstand 1907/08 in Wien und Toblach unter dem Eindruck der persönlichen Katastrophen des Jahres 1907. Es eröffnet Mahlers Spätwerk, das sich vor allem in einer linearen, kammermusikalischen Strukturierung des Orchestersatzes anstelle der früheren Klangschichtungen niederschlägt. Linien laufen gelegentlich scheinbar disparat nebeneinander, was zu Härten bis an den Rand der Tonalität führt. Mit der 9. Symphonie stößt das Lied von der Erde das Tor auf zur Musik der sogenannten Zweiten Wiener Schule, also der Kunst Schönbergs und Alban Bergs, wenn es die Schwelle auch nicht überschreitet. Die hochexpressive Sprache führt die Welt der Spätromantik in diejenige des Expressionismus über.
Die h-moll Symphonie ist das bekannteste symphonische Werk Schuberts. Eindeutige historische Belege zur Entstehungsgeschichte konnten dabei bis heute nicht erbracht werden. Fakt ist, dass Schubert die beiden Sätze in der zweiten Jahreshälfte 1822 komponierte. Vollendet wurde der erste und zweite Satz – daher rührt auch der Name Die Unvollendete; vom Scherzo, dem 3. Satz, sind nur neun Takte ausgeführt, sonst sind bis zum Trio nur Skizzen vorhanden.
Eine Symphonie für eine Tenor- und eine Alt- (oder Bariton-) Stimme und Orchester hat Mahler sein Lied von der Erde genannt. Trotz der Bezeichnung »Symphonie«, die das Werk ausdrücklich von einem Liedzyklus abhebt, hielt sein Aberglaube in Bezug auf eine »Neunte«, die seit Beethoven und Bruckner mit dem Odium der »Letzten« behaftet war, ihn davon ab, sie numerisch seinen übrigen Symphonien einzufügen. Das Werk nach eher kunstgewerblichen als philologisch getreuen Übersetzungen altchinesischer Lyrik durch Hans Bethke (Die chinesische Flöte) entstand 1907/08 in Wien und Toblach unter dem Eindruck der persönlichen Katastrophen des Jahres 1907. Es eröffnet Mahlers Spätwerk, das sich vor allem in einer linearen, kammermusikalischen Strukturierung des Orchestersatzes anstelle der früheren Klangschichtungen niederschlägt. Linien laufen gelegentlich scheinbar disparat nebeneinander, was zu Härten bis an den Rand der Tonalität führt. Mit der 9. Symphonie stößt das Lied von der Erde das Tor auf zur Musik der sogenannten Zweiten Wiener Schule, also der Kunst Schönbergs und Alban Bergs, wenn es die Schwelle auch nicht überschreitet. Die hochexpressive Sprache führt die Welt der Spätromantik in diejenige des Expressionismus über.
Auf dem Programm
Franz Schubert [1797 – 1828]
Symphonie h-moll, D 759 [Unvollendete]
Gustav Mahler [1860 – 1911]
Das Lied von der Erde
Franz Schubert [1797 – 1828]
Symphonie h-moll, D 759 [Unvollendete]
Gustav Mahler [1860 – 1911]
Das Lied von der Erde
