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L'étoile
Der Stern
Mi | 19.05.10 | 19.30 Uhr Musik von Emmanuel Chabrier
Text von Eugène Leterrier und Albert G. F. Vanloo |
Musikalische Leitung: Simon Rattle
Inszenierung: Dale Duesing
Bühnenbild: Boris Kudlička
Kostüme: Kaspar Glarner
Licht: Olaf Winter
Chöre: Eberhard Friedrich
Dramaturgie: Klaus Bertisch
König Ouf I.: Jean-Paul Fouchécourt
Lazuli: Magdalena Kožená
Prinzessin Laoula: Juanita Lascarro
Siroco: Giovanni Furlanetto
Fürst Herisson de Porc-Epic: Douglas Nasrawi
Aloès: Stella Doufexis
Tapioca: Florian Hoffmann
In französischer Sprache mit deutschen Übertiteln
1:50 h - ohne Pause
VORTRAG
Kevin Clarke
09 Mai 2010, 11 Uhr, Orchesterprobesaal mehr
VORWORT
Werkeinführung 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn
PODIUMSGESPRÄCH
mit Dale Duesing (Regisseur), Hugh Macdonald (Herausgeber der Neuausgabe), Klaus Bertisch (betreuender Dramaturg) und Ulrich Etscheid (Bärenreiter-Verlag) am Sonntag 16. Mai 2010 um 11 Uhr im Apollo Saal. Dauer: ca. 1 Stunde, Eintritt frei
NACHGEFRAGT
Panel discussion on the new production 7 February 2010 after the performance, Apollo-Saal
STAATSOPER UNTER DER LUPE
Workshop für alle Interessierten, 08.05.2010, 14 Uhr, Orchesterprobesaal mehr Infos
Kevin Clarke
09 Mai 2010, 11 Uhr, Orchesterprobesaal mehr
VORWORT
Werkeinführung 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn
PODIUMSGESPRÄCH
mit Dale Duesing (Regisseur), Hugh Macdonald (Herausgeber der Neuausgabe), Klaus Bertisch (betreuender Dramaturg) und Ulrich Etscheid (Bärenreiter-Verlag) am Sonntag 16. Mai 2010 um 11 Uhr im Apollo Saal. Dauer: ca. 1 Stunde, Eintritt frei
NACHGEFRAGT
Panel discussion on the new production 7 February 2010 after the performance, Apollo-Saal
STAATSOPER UNTER DER LUPE
Workshop für alle Interessierten, 08.05.2010, 14 Uhr, Orchesterprobesaal mehr Infos

Zugegeben: Die Geschichte ist selbst für Opernverhältnisse reichlich bizarr. Ein König namens Ouf I. sucht mangels Verurteilten im Volk einen Aufständischen für die alljährliche Exekution an seinem Geburtstagsfest. Er findet ihn schließlich in dem kleinen, aufgeregten Hausierer Lazuli, der sich in eine nur scheinbar verheiratete Frau verliebt hat. Sie ist in Wirklichkeit wiederum eine Prinzessin namens Laoula und soll eben jenem König Ouf als Braut zugeführt werden. Die Hinrichtung findet dann nicht statt, weil der königliche Astrologe Sirico herausfindet, dass Ouf laut Horoskop just einen Tag nach Lazuli sterben müsse, weswegen der nun ein schönes Leben im Palast führen darf und nach einigen Umtrieben auch noch seine Geliebte kriegt. Diese absurde Komödie wurde von den Librettisten Eugène Leterrier und Albert G. F. Vanloo für Emmanuel Chabriers (1841–1894) Opèra bouffe »L’étoile« verfasst, die 1877 in Paris uraufgeführt wurde und nun seit langer Zeit wieder einmal in Berlin zu erleben ist.
Chabrier schrieb mit »L’étoile« eine Offenbachiade, die sehr französisch, charmant, flink und subtil in Wort und Musik gesetzt ist. Die Musik rast über die wahnwitzige Handlung hinweg, so dass nicht nur den Protagonisten Hören und Sehen vergeht. Das Stück hält sich weder bei Gags noch bei Kunstfertigkeiten allzu lange auf. Der günstige Stern des Titels scheint nicht nur über Lazuli, sondern über der ganzen Musik zu stehen. Ganz uneitel hat Chabrier sein Talent hier umgesetzt – brillant und mit Spaß. Und selten hat ein Wagner-Verehrer, wie Chabrier es war, sich so glücklich und selbstsicher unbeeinflusst von seinem Vorbild gezeigt.
Für die Berliner Neuinszenierung konnte der amerikanische Sänger und Regisseur Dale Duesing gewonnen werden, der bereits in seiner Frankfurter Inszenierung von Rossinis »Il viaggio a Reims« einen überbordenden absurden Humor unter Beweis stellte. Sir Simon Rattle, Chefdirigent der Berliner Philharmoniker, wird dabei zum ersten Mal eine Premiere an der Staatsoper Unter den Linden musikalisch leiten und diesen Juwel der französischen Opèra comique zum Leuchten bringen.
Chabrier schrieb mit »L’étoile« eine Offenbachiade, die sehr französisch, charmant, flink und subtil in Wort und Musik gesetzt ist. Die Musik rast über die wahnwitzige Handlung hinweg, so dass nicht nur den Protagonisten Hören und Sehen vergeht. Das Stück hält sich weder bei Gags noch bei Kunstfertigkeiten allzu lange auf. Der günstige Stern des Titels scheint nicht nur über Lazuli, sondern über der ganzen Musik zu stehen. Ganz uneitel hat Chabrier sein Talent hier umgesetzt – brillant und mit Spaß. Und selten hat ein Wagner-Verehrer, wie Chabrier es war, sich so glücklich und selbstsicher unbeeinflusst von seinem Vorbild gezeigt.
Für die Berliner Neuinszenierung konnte der amerikanische Sänger und Regisseur Dale Duesing gewonnen werden, der bereits in seiner Frankfurter Inszenierung von Rossinis »Il viaggio a Reims« einen überbordenden absurden Humor unter Beweis stellte. Sir Simon Rattle, Chefdirigent der Berliner Philharmoniker, wird dabei zum ersten Mal eine Premiere an der Staatsoper Unter den Linden musikalisch leiten und diesen Juwel der französischen Opèra comique zum Leuchten bringen.
