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L'étoile
Der Stern
Do | 27.05.10 | 19.30 Uhr Musik von Emmanuel Chabrier
Text von Eugène Leterrier und Albert G. F. Vanloo |
Pressestimmen
Die letzte Premiere an der Staatsoper Unter den Linden ist von umwerfendem musikalischem Charme und schönstem Witz. Allein der erste Auftritt von Jean-Paul Fouchécourt als Ouf ist eine Lachnummer ersten Ranges: Begleitet von ein paar niedlichen Bläsern macht sich der kleine Mann mit der hohen, leicht meckernden Stimme als großer König wichtig. „L´étoile“ ist ein musiktheatralisches Vergnügen, dessen Niveau in Berlin seinesgleichen nicht hat.
- Peter Uehling, Berliner Zeitung, 18.5.2010
Wer die Oper liebt, ist Kummer gewohnt. Manchmal jedoch ereignet sich eine Art Wunder. Am Sonntag gab es in der Staatsoper ein solches. Als könnten sie es selbst nicht ganz fassen, standen am Ende Sir Simon Rattle, Jean-Paul Fouchécourt, Magdalena Kozena, Dale Duesing und viele andere vor dem Chor der Staatsoper, dankten dem Applaus, ein Lächeln des schieren Glücks im Gesicht. Wunder dieser Art sind nicht das Ergebnis grandioser Einzelleistungen, sie kommen zustande durch glückliche Zufälle, durch das Zusammenspiel von Individuen, Talenten und Stimmungen, die sich vereinigen in einem flüchtigen Ereignis. Es ist das Ereignis der absoluten Kunst, das enthüllt, was hinter dem Werk, seiner Botschaft und auch seiner Aufführung steht, das also, was es selbst ist, abgesehen von seiner Bedeutung für andere. Plato hätte es die Idee genannt, und so gesehen hat sich die Staatsoper zum Ausklang der Saison und am Vorabend ihres Umzugs in das Provisorium des Schiller Theaters nichts weniger gegönnt als die Idee der Oper. Natürlich war der Applaus einhellig und endlos.
- Niklas Hablützel, taz, 18.5.2010
Chabriers unglaublich farbenreiche, rhythmisch gepfefferte Partitur wird von der Staatskapelle unter dem federnden Impulsen Simon Rattles zur Virtuosennummer geschmeidiger Flexibilität, und die Mitwirkung von Rattle-Gattin Magdalena Kozená in der Hosenrolle des Lazuli macht aus alldem ein lyrisches Familienfest. Die Personenregie Dale Duesings auf der adrett geordneten Bühne von Boris Kudlicka bedient präzise Witz und Komik. Ein Ensemble brillant im Spielfieber.
- Wolfgang Schreiber, Süddeutsche Zeitung, 18.5.2010
Ein dahingelächelter Abschied - die gefeierte letzte Premiere vor dem Umzug, musikalisch geistreich, unternehmungslustig, versonnen, in jeder Beziehung doppel- und sogar tripelbödig.
- Klaus Geitel, Berliner Morgenpost, 18.5.2010
Juanita Lascarro ist eine hinreißend naive Prinzessin Loula, Stella Doufexis gibt ihre zynische Freundin Aloès. Bei Jean-Paul Fouchécourts König Ouf meint man den französischen Präsidenten Sarkozy vor sich zu haben, gespielt von Christoph Waltz. Zum Herzbuben des Abends aber wird Magdalena Kozena in der Hosenrolle des Lazuli: Mit rückhaltlosem stimmlichen Einsatz zeichnet sie das Porträt eines liebenden Jünglings, der eine betörende metrosexuelle Anziehungskraft verströmt.
- Frederik Hanssen, Tagesspiegel, 18.5.2010
- Peter Uehling, Berliner Zeitung, 18.5.2010
Wer die Oper liebt, ist Kummer gewohnt. Manchmal jedoch ereignet sich eine Art Wunder. Am Sonntag gab es in der Staatsoper ein solches. Als könnten sie es selbst nicht ganz fassen, standen am Ende Sir Simon Rattle, Jean-Paul Fouchécourt, Magdalena Kozena, Dale Duesing und viele andere vor dem Chor der Staatsoper, dankten dem Applaus, ein Lächeln des schieren Glücks im Gesicht. Wunder dieser Art sind nicht das Ergebnis grandioser Einzelleistungen, sie kommen zustande durch glückliche Zufälle, durch das Zusammenspiel von Individuen, Talenten und Stimmungen, die sich vereinigen in einem flüchtigen Ereignis. Es ist das Ereignis der absoluten Kunst, das enthüllt, was hinter dem Werk, seiner Botschaft und auch seiner Aufführung steht, das also, was es selbst ist, abgesehen von seiner Bedeutung für andere. Plato hätte es die Idee genannt, und so gesehen hat sich die Staatsoper zum Ausklang der Saison und am Vorabend ihres Umzugs in das Provisorium des Schiller Theaters nichts weniger gegönnt als die Idee der Oper. Natürlich war der Applaus einhellig und endlos.
- Niklas Hablützel, taz, 18.5.2010
Chabriers unglaublich farbenreiche, rhythmisch gepfefferte Partitur wird von der Staatskapelle unter dem federnden Impulsen Simon Rattles zur Virtuosennummer geschmeidiger Flexibilität, und die Mitwirkung von Rattle-Gattin Magdalena Kozená in der Hosenrolle des Lazuli macht aus alldem ein lyrisches Familienfest. Die Personenregie Dale Duesings auf der adrett geordneten Bühne von Boris Kudlicka bedient präzise Witz und Komik. Ein Ensemble brillant im Spielfieber.
- Wolfgang Schreiber, Süddeutsche Zeitung, 18.5.2010
Ein dahingelächelter Abschied - die gefeierte letzte Premiere vor dem Umzug, musikalisch geistreich, unternehmungslustig, versonnen, in jeder Beziehung doppel- und sogar tripelbödig.
- Klaus Geitel, Berliner Morgenpost, 18.5.2010
Juanita Lascarro ist eine hinreißend naive Prinzessin Loula, Stella Doufexis gibt ihre zynische Freundin Aloès. Bei Jean-Paul Fouchécourts König Ouf meint man den französischen Präsidenten Sarkozy vor sich zu haben, gespielt von Christoph Waltz. Zum Herzbuben des Abends aber wird Magdalena Kozena in der Hosenrolle des Lazuli: Mit rückhaltlosem stimmlichen Einsatz zeichnet sie das Porträt eines liebenden Jünglings, der eine betörende metrosexuelle Anziehungskraft verströmt.
- Frederik Hanssen, Tagesspiegel, 18.5.2010
