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Das Wunder der Heliane

Erich Wolfgang Korngold (1897 – 1957)

Highlight: Ich ging zu ihm (Das Wunder der Heliane)
Das Wunder der Heliane
Das Wunder der Heliane: Publikumsstimmen
Probenbesuch: „Das Wunder der Heliane“
Das Wunder der Heliane
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Das Wunder der Heliane

Von atemberaubender spätromantischer Opulenz ist die Musiksprache, in die Korngold seine Mysterienoper um einen gefühlskalten Herrscher, dessen unglückliche Frau und einen dionysischen Fremden kleidet. Christof Loy setzt dem Rausch der Töne eine asketisch konzentrierte Sicht auf die Dreiecksbeziehung entgegen … Dirigent: Marc Albrecht; Regie: Christof Loy; Mit Sara Jakubiak, Jordan Shanahan, Mihails Čuļpajevs, Ronnita Miller, Derek Welton, Burkhard Ulrich, Andrew Dickinson, Dean Murphy, Artur Garbas, Clemens Bieber, Philipp Jekal, Michael Bachtadze u. a.
Erich Wolfgang Korngold sprach von seinem „Meisterwerk“: DAS WUNDER DER HELIANE fasst alles zusammen, was das Musiktheater Korngolds ausmacht – und geht in den Dimensionen noch einen Schritt darüber hinaus: eine riesige Partitur und Orchesterbesetzung, rauschhaftes Pathos und hochexpressive Harmonien, die mit den schillernden Farben der Polytonalität spielen – eine Musik von packender Dramatik und großer Sinnlichkeit. Die Hamburger Uraufführung 1927 war erfolgreich und über ein Dutzend weiterer Häuser setzten das neueste Werk des damals neben Richard Strauss meistgespielten Opernkomponisten auf ihre Spielpläne. So auch 1928 die Städtische Oper Berlin unter Bruno Walter, doch hier, wie auch an anderen Orten, blieb die Anerkennung aus: Intrigen spielten eine Rolle, aber auch der Vorwurf, mit dieser spätromantischen Partitur aus der Zeit gefallen zu sein. Mit dem von den Nazis verhängten Aufführungsverbot des jüdischen Korngold verschwand DAS WUNDER DER HELIANE gänzlich aus dem Repertoire – bis zum heutigen Tag. Die Geschichte vom eiskalten Herrscher ohne Liebesfähigkeit, dessen Frau Heliane, die sich einem dionysischen Fremden hingibt, und einem Volk, das auf ein erlösendes Wunder wartet, ist märchenhaft und zeitlos.

Regisseur Christof Loy, der nach JENUFA, FALSTAFF und EDWARD II. zum vierten Mal an der Deutschen Oper Berlin arbeitet, interessiert eine genaue psychologische Lesart der Figuren. Marc Albrecht, dem Haus seit vielen Jahren eng verbunden, weckt Korngolds große, opulente und blühende Musik aus dem Dornröschen-Schlaf.

Werkinfo:
Oper in drei AktenLibretto von Hans Müller-Einigen nach „Die Heilige“ von Hans KaltnekerUraufführung am 7. Oktober 1927 an der Hamburgischen StaatsoperPremiere an der Deutschen Oper Berlin am 18. März 2018

empfohlen ab 16 Jahren